Die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC und die Commodity Futures Trading Commission haben offiziell ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zu koordinieren und langjährige Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen den beiden Regulierungsbehörden beizulegen.
Die nun unterzeichnete Vereinbarung schafft einen formellen Rahmen für die Zusammenarbeit in mehreren Bereichen, darunter die Klärung der Klassifizierung digitaler Vermögensprodukte, die Modernisierung von Clearing- und Kollateralstandards, die Verringerung regulatorischer Reibungen für bei beiden Behörden registrierte Börsen sowie die Verbesserung der Handelsberichterstattung und Marktüberwachung.
Beide Regulierungsbehörden haben auch eine gemeinsame Harmonisierungsinitiative zur Umsetzung des Plans gestartet. SEC-Beamter Robert Teply und CFTC-Beamte Meghan Tente werden die Koordinierungsbemühungen leiten, die Politikentwicklung, Prüfungen und Durchsetzungsaktivitäten umfassen.
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Im Rahmen der Vereinbarung behält die SEC die Zuständigkeit für Primärmarktaktivitäten wie Token-Verkauf und digitale Vermögenswerte, die als Investmentverträge fungieren.
Die CFTC wird den Sekundärmarkt-Handel mit digitalen Rohstoffen beaufsichtigen, eine Kategorie, die Bitcoin und Ethereum umfasst.
SEC-Vorsitzender Paul Atkins sagte, eine engere Koordinierung sei nicht nur notwendig, um Regeln anzugleichen, sondern auch um konsistente Antworten für Unternehmen sicherzustellen, die nach regulatorischer Klarheit oder Ausnahmen suchen. Er fügte hinzu, dass frühere Konflikte zwischen den Behörden zu doppelten Registrierungsanforderungen geführt und einige Unternehmen dazu veranlasst hätten, außerhalb der Vereinigten Staaten zu operieren.
CFTC-Vorsitzender Michael S. Selig sagte, die Vereinbarung spiegele ein gemeinsames Engagement für den Aufbau einer konsistenteren Regulierungsstruktur für digitale Vermögensmärkte wider.
Die Vereinbarung markiert einen Wandel gegenüber früheren regulatorischen Meinungsverschiedenheiten. Der frühere SEC-Vorsitzende Gary Gensler argumentierte, dass die meisten Kryptowährungen als Wertpapiere behandelt werden sollten, während der frühere CFTC-Vorsitzende Rostin Behnam behauptete, dass viele digitale Vermögenswerte als Rohstoffe qualifiziert seien. Der Mangel an Übereinstimmung führte zu überlappenden Durchsetzungsmaßnahmen und Unsicherheit für Marktteilnehmer.
Das Memorandum kommt, während der Kongress weiterhin über umfassendere Gesetze debattiert. Das Kryptowährung Gesetz Digital Asset Market CLARITY Act, das darauf abzielt, eine umfassende Marktstruktur für Kryptowährungen zu etablieren, bleibt im Senat blockiert.
Die Regulierungsbehörden haben die Koordinierungsbemühungen vorangetrieben, während sie auf Gesetze warten. Im September 2025 gaben die SEC und CFTC eine gemeinsame Erklärung ab, die das Ende ihrer Zuständigkeitsstreitigkeiten signalisierte, gefolgt von der Schaffung von „Project Crypto", einer behördenübergreifenden Task Force, die im Januar 2026 ins Leben gerufen wurde.
Die Vereinbarung vom 11.03. formalisiert diese Bemühungen und umfasst Mechanismen für öffentliches Feedback über dedizierte Portale auf den Websites der jeweiligen Behörden.
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Der Beitrag SEC und CFTC unterzeichnen Pakt zur Koordinierung der Krypto-Aufsicht erschien zuerst auf Crypto News Australia.

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