Bitcoin (BTC) ist in den letzten vier Wochen um 22,5 Prozent gefallen. Der Coin hat letzte Woche kurzzeitig seinen niedrigsten Stand seit über einem Jahr erreicBitcoin (BTC) ist in den letzten vier Wochen um 22,5 Prozent gefallen. Der Coin hat letzte Woche kurzzeitig seinen niedrigsten Stand seit über einem Jahr erreic

Wo findet Bitcoin seinen Boden? Auf diese Kursmarken achten Analysten

2026/02/09 23:30
4 Min. Lesezeit

Bitcoin (BTC) ist in den letzten vier Wochen um 22,5 Prozent gefallen. Der Coin hat letzte Woche kurzzeitig seinen niedrigsten Stand seit über einem Jahr erreicht, bevor er sich erholt hat.

Der Rückgang hat die Diskussion um historische Zyklen, technische Indikatoren und On-Chain-Daten verstärkt, die Hinweise auf das mögliche Ende des aktuellen Bärenmarkts beim BTC-Kurs geben könnten. Da die Unsicherheit zunimmt, schauen inzwischen mehrere Analysten auf wichtige Kurszonen unter 40.000 USD.

Bitcoin-Kurs: Experten nennen wichtige Unterstützungen für das Tief

Daten von BeInCrypto Markets zeigen, dass die größte Kryptowährung am 6. Februar auf 60.000 USD gefallen ist. Später kam es zu einer Erholung und aktuell steht der Bitcoin-Kurs bei 70.354 USD, ein Plus von 1,20 Prozent am Tag.

Bitcoin (BTC) KursentwicklungBitcoin (BTC) Kursentwicklung. Quelle: BeInCrypto Markets

Ein aktueller Bericht von 10x Research deutet darauf hin, dass der übergeordnete Abwärtstrend weiter anhält, obwohl die Stimmung und die technischen Indikatoren bereits extreme Werte erreichen.

Gleichzeitig zeigen Daten zu Mittelzuflüssen, dass Anleger vorsichtig bleiben. Weitere Rücknahmen bei Bitcoin ETFs und steigende Stablecoin-Umtauschraten deuten darauf hin, dass viele derzeit kein großes Interesse am schnellen Nachkaufen im Dip haben.

Da weiterhin Unsicherheit herrscht, konzentrieren sich viele nun darauf, das mögliche Tief beim BTC-Kurs zu finden. Viele Analysten schließen weitere Rückgänge nicht aus und schauen immer stärker auf Kurszonen unter 40.000 USD.

Analyst Ardi hat Fibonacci-Retracement-Level betrachtet, die mit früheren Zyklustiefs verbunden sind. Er stellte fest, dass Bitcoin im Bärenmarkt 2022 beim 78,6-Prozent-Fibonacci-Wert ein Tief markiert hat. Momentan liegt dieses Level in der Nähe von 39.176 USD und deutet auf weiteres Abwärtspotenzial hin.

Vorhersage für das Bitcoin-TiefVorhersage für das Bitcoin-Tief. Quelle: X/Ardi

Auch historische Trends liefern Hinweise. Analyst Nehal zeigte frühere Rückgänge und meint, dass die Bärenmärkte von Bitcoin mit der Zeit weniger stark wurden.

Laut der Analyse fiel Bitcoin im Jahr 2011 um 93 Prozent, 2015 um 86 Prozent, 2018 um 84 Prozent und 2022 um 77 Prozent. Daraus schließt Nehal, dass jeder Zyklus im Schnitt sieben Prozent weniger stark gefallen ist als der vorherige.

Wendet man dieses Muster auf den aktuellen Zyklus an und nimmt einen Höchststand von etwa 126.000 USD an, würde ein Rückgang um rund 70 Prozent auf ein mögliches Tief bei etwa 38.000 USD hindeuten.

Auch On-Chain-Daten sind wichtig. Analyst Ted Pillows sagte, dass der durchschnittliche Einkaufskurs der langfristigen Halter, die sogenannte Realized Price, bei bisherigen Zyklen etwa 15 Prozent über dem tatsächlichen Tief lag.

Der aktuelle Realized Price liegt bei etwa 40.300 USD. Das Modell zielt folglich auf ein mögliches Tief nahe 34.500 USD.

Ein weiterer Analyst vermutet zudem, dass Bitcoin erst Ende 2026 ein vollständiges Tief bei 30.000 USD erreiche, bevor eine neue starke mehrjährige Rally startet.

Darum sehen Analysten den Bitcoin-Kurs dauerhaft über 50.000 USD

Unterdessen gibt es auch Stimmen am Markt, die meinen, das Tief beim Bitcoin-Kurs sei schon erreicht. Sie stellen die weitverbreitete Meinung infrage, dass noch eine starke Bärenmarktphase bevorsteht.

Ein anonymer Analyst sagte, dass der Bitcoin-Kurs oft bei Kursen das Tief bildet, mit denen die meisten Anleger nicht rechnen. In der Vergangenheit kam es fast immer direkt unter dem alten Allzeithoch zum Markttief.

Dem Analysten zufolge hat sich die Marktstruktur verändert. Grund dafür sind unter anderem Bitcoin-Spot-ETFs und ein stärkeres Engagement von institutionellen Anlegern. Dies könne dazu führen, dass sich Bitcoin in Korrekturphasen anders verhält und ein Rückgang unter 50.000 USD weniger wahrscheinlich wird.

Analyst Darkfost erklärte zudem, dass das Sharpe-Verhältnis von Bitcoin nun einen Bereich erreicht hat, der in der Vergangenheit oft mit dem Ende von Bärenmärkten verbunden war.

Trotzdem warnte er, dies bedeute nicht das Ende des Bärenmarktes. Vielmehr zeigt es, dass Bitcoin in eine Phase kommt, in der Risiko und mögliche Gewinne immer extremer werden.

Der Analyst ergänzte außerdem, dass diese Phase noch einige Monate andauern könnte. Zudem sind nochmal weitere Kursrückgänge möglich, bevor es zu einer deutlichen Trendumkehr kommt.

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