Bitcoin ist am Donnerstagmorgen kurzzeitig unter 72.000 USD gefallen. Das war der niedrigste Stand seit fast 16 Monaten. Während der Ausverkauf stärker wird, ändern die Trader auf Polymarket schnell ihre Erwartungen. Die Daten zeigen für die nächsten Wochen ein düsteres Bild, aber langfristig bleibt der Optimismus bestehen.
Die echten Geldverträge von Polymarket zeigen, dass der Markt versucht, die 70.000-USD-Marke zu halten und trotzdem auf 100.000 USD in diesem Jahr hofft.
Bei Polymarkets Bitcoin-Kurs-Vertrag für Februar, der noch 24 Tage läuft und fast 1,78 Mio. USD Volumen auf das 70.000-USD-Ziel hat, wird die Lage deutlich.
Das 70.000-USD-Kursziel steht jetzt bei 74 Prozent Wahrscheinlichkeit – ein Anstieg um 65 Prozent – und ist damit das gefragteste Ziel des Monats. Die Erwartungen für höhere Kurse sind aber eingebrochen: Das 85.000-USD-Ziel sank um 61 Prozent auf nur 29 Prozent, 90.000 USD liegt gerade bei 12 Prozent und 95.000 USD bei nur 7 Prozent.
Auf der Unterseite fiel das 65.000-USD-Kursziel um 13 Prozent auf 39 Prozent, während 60.000 USD bei 19 Prozent notiert. Die Chancen auf einen Kursrutsch unter 55.000 USD liegen im einstelligen Bereich. Die erwartete Spanne für Februar ist 65.000 bis 85.000 USD, wobei 70.000 USD am wahrscheinlichsten sind.
Der längerfristige Polymarket-Vertrag zeigt ein differenzierteres Bild. Das Kursziel bei 100.000 USD hat eine 55-Prozent-Wahrscheinlichkeit, ist aber um 29 Prozent gefallen. 110.000 USD liegen bei 42 Prozent – ebenfalls ein Rückgang um 29 Prozent. Noch vor wenigen Wochen dachten Trader, die starke Entwicklung aus 2025 könne weitergehen.
Der 65.000-USD-Kontrakt für 2026 stieg um 24 Prozent auf 83 Prozent mit über 1 Mio. USD Volumen – damit schützt sich die Community eher vor Verlusten, statt auf hohe Gewinne zu hoffen. Die obere Kurve fällt stark ab: 130.000 USD erreichen 20 Prozent, 140.000 USD kommen auf 15 Prozent, und 250.000 USD bleiben bei rund 5 Prozent.
Bitcoin lag zum Zeitpunkt des Artikels bei etwa 73.199 USD, nachdem der Kurs am Donnerstag kurz unter die 72.000-USD-Marke gefallen war. Der Token liegt seit Jahresanfang 16 Prozent im Minus und etwa 40 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.000 USD im Oktober 2025.
Verschiedene Faktoren wirken zusammen: steigende geopolitische Spannungen, offene Datenlücken durch den Rekord-Shutdown der Regierung im Herbst und eine neue, strenge Fed-Leitung stärken den USD.
Die technischen Verluste sind hoch. Seit Ende Januar gab es Liquidierungen von mehr als 5,4 Mrd. USD. Das offene Interesse liegt jetzt auf einem Neun-Monate-Tief. Die US-Bitcoin-ETFs verzeichnen seit fast drei Wochen hohe Abflüsse: 817 Mio. USD am 29. Januar, 509 Mio. USD am 30. Januar und 272 Mio. USD am 3. Februar. Lediglich am 2. Februar gab es einen Zufluss von 561 Mio. USD. Insgesamt sind die Nettovermögen aller US-Bitcoin-ETFs von über 128 Mrd. USD Mitte Januar auf 97 Mrd. USD gefallen.
Der Crypto Fear and Greed Index fiel auf 12. Das ist „Extreme Angst“ und der niedrigste Wert seit November 2025. Unterdessen ist Gold stark gestiegen und hat die 5.000-USD-Marke pro Unze überschritten, da viele in sichere Anlagen wechseln.
Die Daten von Polymarket zeigen, wie Trader mit eigenem Kapital aktuell handeln. Für Februar wird eher eine Spanne von 65.000 bis 85.000 USD erwartet. Die Rückkehr zu 95.000 USD halten fast alle für unwahrscheinlich.
Der Jahresausblick ist etwas optimistischer. Eine knappe Mehrheit glaubt noch, dass die 100.000-USD-Marke irgendwann 2026 erreicht wird. Allerdings sehen viele auch hier das bullische Vertrauen schwächer werden. Im Moment blickt die Community vor allem auf die 70.000 USD.
Der Beitrag Polymarket preist einen Bitcoin-Kurs von 70.000 US-Dollar im Februar ein erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

