Bitcoin fällt unter 75.000 $ und verursacht erhebliche nicht realisierte Verluste für Strategy und BitMine, was weltweit zu Bilanzstress und Liquidationsbedenken führt.
Bitcoin fiel unter 75.000 $, was bei mehreren prominenten Unternehmen mit Krypto-Beständen zu starken nicht realisierten Verlusten führte. Infolgedessen stieg die Marktvolatilität, und der Fokus der Anleger verlagerte sich auf die Bilanzstabilität und das Treasury-Risiko.
Laut Lookonchains Offenlegungen vom Januar 2026 hält Strategy 712.647 BTC in seiner Unternehmensbilanz. Bemerkenswerterweise liegen die gesamten Anschaffungskosten bei nahezu 54,19 Milliarden $, ein Ergebnis jahrelanger aggressiver Akquisitionen.
Allerdings liegt Strategys durchschnittlicher Einstandspreis bei 76.037 $ pro BTC, sodass die Bestände nun technisch gesehen defizitär sind. Als Bitcoin sich am 02.02. zwischen 74.700 $ und 75.300 $ bewegte, lagen die nicht realisierten Verluste bei über 900 Millionen $.
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Wichtig ist, dass Strategys Bitcoin noch nicht belastbar ist und nicht als Sicherheit verpfändet wurde. Daher besteht trotz der anhaltenden Preisvolatilität und des Marktstresses kein unmittelbares Zwangsverkaufsrisiko.
Inzwischen kaufte Strategy im gesamten Januar 2026 trotz erneuter Volatilität und Unsicherheit weiterhin mehr Bitcoin. Konkret kaufte das Unternehmen Anfang Januar 1.287 BTC und später weitere 2.932 BTC.
Darüber hinaus verfügt Strategy über finanzielle Flexibilität mit ~2,25 Milliarden USD Barreserven. Diese Reserven werden verwendet, um Zinsverpflichtungen auf 8,2 Milliarden $ Wandelanleihen zu unterstützen.
Außerdem weisen Beobachter darauf hin, dass Strategys langfristiger Ansatz den Schwerpunkt auf das Halten legt, anstatt auf kurzfristige Schwankungen zu reagieren. Infolgedessen bleiben Buchverluste rein buchhalterische Zahlen, die keine direkte Auswirkung auf die operative Liquidität haben.
Dennoch haben die fallenden Preise dazu geführt, dass die Krypto-Treasuries von Unternehmen und Risikomanagement-Praktiken verstärkt unter die Lupe genommen werden. Folglich konzentrieren sich Anleger stärker auf Liquidationsrisiken, Hebelstrukturen und Treasury-Transparenzoffenlegungen.
Diese breitere Vorsicht kam, als Ethereums Schwäche Druck auf parallele Unternehmen ausübte, die Krypto-Engagements haben. BitMine meldete einen nicht realisierten Ethereum-Verlust von fast 6,9 Milliarden $, da ETH nahe 2.300 $ gehandelt wurde. Daher führte der Bewertungsrückgang zu einem höheren Bilanzstress und setzte die Unternehmensaktien unter Druck.
Das Unternehmen hält eine große Ethereum-Position, die aufgebaut wurde, als der Markt höher stand. Folglich könnte eine anhaltende ETH-Schwäche erhebliche Auswirkungen auf die Eigenkapitalstabilität und das Anlegervertrauen weltweit haben.
Im Gegensatz zu Strategy erscheint BitMines Engagement konzentrierter, um empfindlicher auf Ethereums Preisbewegungen zu reagieren. Infolgedessen warnen Analysten, dass anhaltende Rückgänge noch größere Finanzierungs- und Liquiditätsprobleme verursachen könnten.
Allerdings hat keines der beiden Unternehmen trotz steigender nicht erfüllter Verluste Zwangsverkäufe von Vermögenswerten angekündigt. Dennoch könnte die anhaltende Marktschwäche die zukünftige Kapitalallokation und Treasury-Strategien beeinflussen.
Mit Blick auf die Zukunft ist Michael Saylor optimistisch über die langfristige Adoptionsentwicklung von Bitcoin, wie in den folgenden Zeilen veröffentlicht: Zuvor sagte er voraus, dass Bitcoin im Zyklus 2025 oder 2026 150.000 $ erreichen würde.
Gleichzeitig werden Anleger zunehmend empfindlicher gegenüber dem Liquidationsrisiko, da die Preise die Toleranz der Unternehmensbilanzen testen. Daher sind Transparenz, Reservepuffer und Hebeldisziplin unter volatilen Bedingungen weiterhin sehr wichtig.
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