Jahrelang schauten Bitcoin-Anleger auf ein festes Muster: Alle vier Jahre sorgte das Halving für einen neuen Marktzyklus, gefolgt von einem kräftigen Anstieg.
Laut Vermögensverwalter VanEck funktioniert diese Logik nicht mehr. In einer neuen Analyse stellt das amerikanische Unternehmen fest, dass der bekannte vierjährige Bitcoin-Zyklus durchbrochen ist.
Der vierjährige Zyklus dreht sich um das sogenannte Halving.
Das ist der Moment, in dem die Belohnung für Bitcoin-Miner halbiert wird, wodurch weniger neue Bitcoins hinzukommen.
In der Vergangenheit wurde ein solches Halving oft von einer Phase starker Kurssteigerungen gefolgt.
Viele Anleger nutzten diesen Rhythmus als Orientierung. Laut VanEck ist dieses Bild jetzt zu simpel geworden.
Analysten von VanEck gehen davon aus, dass Bitcoin sich von einem Nischenmarkt zu einer ausgereiften Anlagekategorie entwickelt hat.
Große Institutionen, wie Vermögensverwalter und Pensionsfonds, spielen eine immer größere Rolle.
Dadurch wird der Kurs weniger von festen Zyklen gesteuert und mehr von Kapitalströmen und makroökonomischen Faktoren, wie Zinserwartungen und Liquidität.
Der Vermögensverwalter spricht von einer unsicheren Periode in den kommenden drei bis sechs Monaten.
Das bedeutet nicht, dass das Unternehmen negativ über Bitcoin ist, aber dass klare Signale schwieriger zu erkennen sind als in früheren Zyklen.
Auffällig ist, dass innerhalb von VanEck selbst nicht alle vollständig einer Meinung sind. Forscher Matthew Sigel und Portfoliomanager David Schassler sind gerade etwas positiver über die aktuelle Phase.
Das Unternehmen ist jedoch gerade ausgesprochen positiver über andere Anlagen.
So sieht es Gold immer mehr als eine Art weltweite Reserve, unter anderem durch Ankäufe von Zentralbanken. Korrekturen im Goldpreis werden laut VanEck eher als Einstiegsmöglichkeiten gesehen.
Auch Aktien rund um künstliche Intelligenz bekommen grünes Licht. Nach einer aktuellen Korrektur wären diese laut VanEck attraktiver als vor einigen Monaten.
Die Botschaft von VanEck ist klar: Vertrauen auf feste Bitcoin-Zyklen ist weniger logisch geworden.
Der Markt hat sich verändert. Für Anleger bedeutet das, dass alte Muster weniger Sicherheit bieten und dass breitere wirtschaftliche Entwicklungen eine größere Rolle spielen.
Ob Bitcoin letztendlich von dieser Verschiebung profitiert, wird die Zeit zeigen. Aber eines steht fest: Die Spielregeln ändern sich.
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