Eine neue Funktion namens Smart Cashtags, vorgestellt von X-Produktchef Nikita Bier, zeigt, dass die Plattform mehr als nur Marktdiskussionen bieten will. X könnte bald ein Echtzeit-Zugangspunkt sein, um Aktien und Krypto-Vermögenswerte zu verfolgen und vielleicht auch direkt zu handeln.
Die ersten Reaktionen auf X (früher Twitter) zeigen, dass die Plattform von Elon Musk vielleicht plant, Finanzgespräche viel handlungsfähiger zu machen.
Bier sagt, X sei die beste Quelle für Finanznachrichten. Zudem wurden Hunderte Milliarden USD schon auf Grundlage von Informationen ausgegeben, die Nutzer auf der Plattform gelesen haben.
Laut Bier sollen Smart Cashtags diesen Einfluss deutlich zeigen. Statt allgemeiner $TICKER-Erwähnungen können Nutzer exakt bestimmte Vermögenswerte oder auch spezielle Smart Contracts markieren. Klickt man in der Timeline auf ein Cashtag, bekommt man den aktuellen Kurs des Vermögenswertes sowie alle dazugehörigen Beiträge auf X angezeigt.
Diese Veränderung ist wichtig, denn sie macht aus X nicht nur einen sozialen Verstärker, sondern etwas wie eine Finanz-Infrastruktur. Die gezeigten Beispiele sind unter anderem:
Alle diese werden direkt mit aktuellem Kurs und in Beiträgen angezeigt.
Die öffentliche Einführung ist für Februar 2026 geplant. Bis dahin soll Feedback gesammelt und eingearbeitet werden.
Das Design richtet sich klar an Krypto-Fans. Bier sagte, dass die API von Smart Cashtags „fast in Echtzeit für alles, was auf Chain geprägt wurde”, Daten liefern wird.
Dadurch könnten auch kleinere Token und neue DeFi-Token (die oft bei großen Datenanbietern fehlen) neben bekannten Blue-Chip-Aktien angezeigt werden.
Viele Nutzer wollten wissen, ob dafür dezentrale Daten als Quelle genutzt werden. Bier betonte, dass die Abdeckung von On-Chain-Daten im Mittelpunkt steht.
Spannend ist vor allem, was als Nächstes passieren könnte. Screenshots von Bier zeigen Buttons zum Kaufen und Verkaufen direkt bei bestimmten Vermögenswerten. Analysten fragen bereits, ob X bald auch direkten Handel ermöglicht.
Analyst AB Kuai Dong sagte, der Beitrag habe viele Nutzer überzeugt, dass X Einstiegspunkt für Aktien- und Krypto-Trading werden könnte. Dies könnte auch durch Partnerschaften mit Coinbase, Base und klassischen Brokern möglich sein.
In diesem Modell kümmert sich X (Twitter) um die Entdeckung, während der eigentliche Handel über regulierte Plattformen stattfindet.
Andere sehen noch größere Pläne. Kuai Dong meinte, Elon Musk könne später sogar eine eigene Börse oder ein internes Handelssystem erstellen. X Money sei dafür angeblich schon fast ein Jahr in Vorbereitung.
Nutzer wünschten sich außerdem, dass spätere Versionen auch selbstverwaltete Wallets, DEX-Integrationen oder an Regionen angepasste Broker-Anbindungen bieten, bei denen die Trades zum bevorzugten Anbieter weitergeleitet werden.
Auch die Krypto-Industrie reagiert schnell. Vertreter von Solana luden X offen dazu ein, Solana-Technologie zu testen.
Unterdessen erklärten Analysten, dass Smart Cashtags den gesamten Handelsprozess – von der Entdeckung bis zur Ausführung – auf einen Klick verkürzen könnten. Der Krypto-Forscher Kryll sagte, dass jeder erwähnte Vermögenswert direkt zur Kaufmöglichkeit wird, wenn der Kurs im sozialen Beitrag sichtbar ist.
Allerdings kommt die Einführung zu einer Zeit, in der X mit immer mehr Regulierung zu tun hat. Die Plattform steht unter anderem vor folgenden Herausforderungen:
In diesem Zusammenhang wirkt Musks Versprechen, den Empfehlungs-Algorithmus von X offenzulegen und alle vier Wochen zu aktualisieren, wie ein Zeichen für mehr Offenheit. Gleichzeitig wird die finanzielle Bedeutung der Plattform größer.
Im Moment sind Smart Cashtags nur als Vorschau verfügbar. Doch zusammen mit X Money, krypto-nativen Daten und Handelsspekulationen stellt sich erneut die Frage, ob dies ein weiterer Schritt zu einer Alles-App ist. In so einer App würden Gespräche, Märkte und Geld in einem einzigen Feed zusammenkommen.
Der Beitrag X Smart Cashtags: Elon Musks Plattform plant Krypto- und Aktienhandel erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


