Turkmenistan hat ein neues Krypto-Mining-Gesetz erlassen, das eine offizielle Aufsicht und Regulierung von Geschäften mit virtuellen Vermögenswerten landesweit einführt, nach parlamentarischer Genehmigung im November und präsidialer Zustimmung Ende 2025, was den jüngsten kontrollierten Schritt des Landes in Richtung digitaler Finanzen bestätigt.
Das neue Gesetz über virtuelle Vermögenswerte trat am 01.01.2026 in Kraft, nachdem Präsident Serdar Berdimuhamedow es unterzeichnet hatte. Es legt Vorschriften für Krypto-Mining, Handel und Börsendienstleistungen fest, die alle der Lizenzierung und Überwachung durch die Zentralbank unterliegen.
Dieser rechtliche Rahmen kategorisiert virtuelle Vermögenswerte nach dem Zivilrecht und verbietet gleichzeitig die Verwendung von Kryptowährungen für direkte Zahlungen. Die Zentralbank besitzt die ausschließliche Befugnis, Lizenzen zu erteilen und die Einhaltung strenger Regeln bei kryptobezogenen Aktivitäten zu überwachen.
Die Behörden bestätigten, dass das Gesetz ein Schritt zur „Modernisierung der Wirtschaft" ist, nicht eine Verschiebung hin zu vollständiger finanzieller Liberalisierung. Trotz der Etablierung eines digitalen Vermögenssektors behält das Gesetz Einschränkungen bei, die Turkmenistans traditionell konservative politische Haltung widerspiegeln.
Bedenken tauchten hinsichtlich Turkmenistans eingeschränkter Internetumgebung auf und ob solche Bedingungen effektive Krypto-Mining-Operationen unterstützen könnten. Analysten bemerkten, dass begrenzter Internetzugang und Überwachung die Operationen beeinträchtigen und die Gesamtskalierbarkeit des Sektors verringern könnten.
Berichte hoben die öffentliche Skepsis darüber hervor, wie die Infrastruktur großangelegtes Mining innerhalb staatlich kontrollierter digitaler Zugriffskanäle unterstützen wird. Trotz dieser Einschränkungen hat die Regierung keine Internetreformen angekündigt, um breitere Krypto-Aktivitäten zu unterstützen.
Obwohl Krypto-Börsen jetzt erlaubt sind, werden sie unter strenger Aufsicht betrieben und müssen Lizenzierungsanforderungen erfüllen. Beamte betonten, dass Kontrollen bestehen bleiben werden, um Missbrauch zu verhindern und die regulatorische Integrität aufrechtzuerhalten.
Turkmenistan verlässt sich auf Erdgasexporte, mit China als Hauptkunden, was den Kern seiner Wirtschaftsstrategie bildet. Krypto-Mining bietet eine Möglichkeit, überschüssige Energieproduktion zu monetarisieren und die Abhängigkeit von Kohlenwasserstoffexporten zu verringern.
Die Regulierung entspricht regionalen Mustern, bei denen Länder wie Russland Krypto-Mining in formelle Volkswirtschaften integrieren. Russland führte kürzlich neue Regeln ein, besteuerte Mining und verbot es in energiedefizitären Regionen, um die Belastung der Stromnetze zu verringern.
Obwohl Turkmenistan einer Neutralitätspolitik folgt und keine formellen Beziehungen zu Russland hat, spiegelt seine Regulierung das regionale Interesse am Krypto-Mining wider. Beobachter glauben, dass das Land vorsichtige Schritte unternimmt, um vom Mining zu profitieren, ohne seine politischen oder wirtschaftlichen Kontrollen zu ändern.
Kryptowährungen bleiben für Transaktionen verboten, während Börsen auf regulierte Umgebungen mit vollständiger staatlicher Aufsicht beschränkt sind. Die Auswirkungen des Gesetzes werden sich allmählich unter der Beobachtung der turkmenischen Regulierungsbehörden entfalten.
Der Beitrag Turkmenistan erlässt Krypto-Mining-Gesetz mit strenger staatlicher Aufsicht erschien zuerst auf CoinCentral.

