Bitcoin startete 2026 bei etwa 88.000 US-Dollar und setzte damit wochenlangen Seitwärtshandel fort. Während die Kursentwicklung stagnierend wirkt, deuten On-Chain Daten darauf hin, dass sich der Markt unter der Oberfläche möglicherweise still verändert.
Drei Indikatoren von CryptoQuant weisen auf nachlassenden Verkaufsdruck hin, auch wenn makroökonomische Unsicherheit die Aufwärtsdynamik weiterhin begrenzt.
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Langfristige Halter zeigen Anzeichen von Akkumulation
Der Bitcoin-Kurs hat Schwierigkeiten, wichtige Widerstände nach einem starken Markt-Rückgang Ende 2025 zurückzuerobern. Das Fehlen von Folgekäufen hat die Stimmung fragil gehalten, während Händler auf eine Bestätigung warten, dass die Korrektur abgeschlossen ist.
Das erste Signal kommt aus den Angebotsdaten langfristiger Halter (LTH). Nach Monaten negativer Werte hat sich die 30-Tage-Nettoveränderung des LTH-Angebots um etwa 10.700 BTC ins Positive gedreht.
Bitcoin Long-Term Holder's Supply. Quelle: X/DarkfostDiese Verschiebung deutet darauf hin, dass langfristige Investoren Coins nicht mehr im großen Umfang verteilen.
Stattdessen wandert das Angebot allmählich zurück in stärkere Hände, ein Muster, das oft während Konsolidierungsphasen zu sehen ist und nicht bei Markthöchstständen.
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LTH SOPR signalisiert Gleichgewicht, keine Kapitulation
Ein zweites Diagramm verfolgt das Gewinnverhältnis ausgegebener Outputs langfristiger Halter (SOPR). Diese Kennzahl zeigt, ob langfristige Halter mit Gewinn oder Verlust verkaufen.
Derzeit schwebt der LTH SOPR um das neutrale Niveau von 1,0. Das deutet darauf hin, dass langfristige Halter nicht kapitulieren oder überstürzt mit Verlusten aussteigen.
Historisch gesehen entspricht dieses Verhalten Märkten, die nach einer Korrektur ein Gleichgewicht finden, anstatt in einen tieferen Zusammenbruch einzutreten.
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Der dritte Indikator betrachtet Bitcoin-Börsen-Nettoflüsse. Aktuelle Daten zeigen anhaltende Nettoabflüsse, wobei mehr BTC Börsen verlassen als hinzukommen.
Dieser Trend reduziert das unmittelbare Verkaufsangebot auf Spotmärkten.
Allerdings deutet das Ausbleiben einer Kurserholung darauf hin, dass die Nachfrage vorsichtig bleibt, wahrscheinlich eingeschränkt durch geringere Liquidität und verzögerte Erwartungen an US-Zinssenkungen.
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Bitcoin Exchange Netflow. Quelle: X/CryptoQuantWird sich der Bitcoin-Kurs im Januar erholen?
Zusammengenommen zeichnen die Diagramme ein gemischtes, aber sich verbesserndes Bild. Der Angebotsseitendruck scheint nachzulassen, und langfristige Halter bleiben zuversichtlich.
Dennoch bleibt der Kurs aufgrund schwacher Nachfrage und makroökonomischen Gegenwinds bereichsgebunden. Eine schnelle Bewegung auf 100.000 US-Dollar im Januar würde wahrscheinlich einen neuen Katalysator erfordern.
Ohne diesen könnte Bitcoin weiter konsolidieren und eine Basis aufbauen, die eine stärkere Erholung später in 2026 unterstützen könnte, anstatt eines sofortigen Ausbruchs.
Quelle: https://beincrypto.com/bitcoin-price-recovery-january-2026-100k-probability/

