Trotz schwieriger Marktbedingungen im Dezember zeigten einige Krypto-Fonds clevere Strategien mit Millionen-Gewinnen. Neue On-Chain-Daten von Nansen belegen, wie institutionelle Anleger ihre Positionen aktiv managen.
Neue On-Chain-Daten der Analyseplattform Nansen zeigen, dass die Kurse zwar weiter unter Druck standen, aber einige große Krypto-Fonds dennoch Millionen an realisierten Gewinnen erzielten. Im Laufe des Monats verkauften sie dann jedoch einen großen Teil ihrer Bestände.
Laut Nansen war Market-Maker Wintermute im Dezember der profitabelste Fonds. Er machte etwa 3,17 Millionen USD Gewinn.
Dragonfly Capital folgte knapp dahinter. Der Gewinn verteilte sich auf mehrere Wallets und lag bei 1,9 Millionen USD, 1,0 Millionen USD und 990.000 USD.
Auch IOSG und Longling Capital zählten zu den besten Fonds. Zusammen zeigen diese Entwicklungen, dass die Gewinne vor allem von einer kleinen Gruppe sehr aktiver institutioneller Trader stammten – nicht von einzelnen Wallets, die sonst kaum auffallen.
Auch Arrington, Pantera und Polychain tauchten in Nansens Datensatz über 30 Tage von fünf Chains mit verschiedenen Gewinnzahlen auf.
Im Dezember hatten viele Teilnehmer am Kryptomarkt Schwierigkeiten, weil die Schwankungen zunahmen und die Stimmung am Jahresende schwächer wurde.
Trotz dieser Bedingungen nutzten Wintermute und Dragonfly Capital kurzfristige Marktveränderungen und Chancen durch Liquidität aus.
Ihre Erfolge zeigen, welche Vorteile Größe, gute Handels-Strukturen und das Überwachen mehrerer Chains in stressigen Marktphasen bringen können.
Die Strategie von Dragonfly fiel besonders auf, weil das Unternehmen auf mehrere Wallets setzte. So konnte der Fonds das Risiko verteilen und gleichzeitig verschiedene Kurse mitnehmen.
Wintermutes Erfolg zeigt, wie wichtig die Rolle als Anbieter von Liquidität ist. Die Firma kann durch starke Schwankungen Gewinne machen, statt darunter zu leiden.
Auch IOSG und Longling Capital erzielten beachtliche Gewinne. Damit gehören sie zu den profitabelsten Fonds des Monats. Insgesamt zeigen die Daten, dass große institutionelle Trader in schwierigen Zeiten oft erfolgreicher sind als private Händler.
Allerdings zeigen die On-Chain-Bewegungen von Nansen, dass genau diese erfolgreichen Fonds nun eher verkaufen als neue Coins zu sammeln.
Am 26. Dezember hat QCP Capital 199,99 ETH, ungefähr 595.929 USD wert, an die Krypto-Börse Binance überwiesen. Solche Schritte deuten meist darauf hin, dass ein Verkauf vorbereitet wird.
Auch Wintermute ist auf der Verkaufsseite aktiv. In sozialen Medien wurde die Firma dafür kritisiert, im Dezember viele Bitcoin und Ethereum verkauft zu haben. Die On-Chain-Daten zeigen jedoch, dass Wintermute einfach nach Gewinneinnahmen die Positionen wieder verkleinerte.
Dieses Verhalten passt zu einer Strategie von Gewinnmitnahmen und Risikokontrolle, nicht zu passivem Halten.
Dragonfly Capital verringerte die Position bei Mantle (MNT) ebenfalls. Der Fonds überwies in nur sieben Tagen im Dezember 6 Millionen MNT-Token im Wert von etwa 6,95 Millionen USD zu Bybit.
Trotzdem hält Dragonfly noch 9,15 Millionen MNT-Token, die etwa 10,76 Millionen USD wert sind. Das zeigt, dass es sich nur um einen Teilverkauf handelt.
Der Unterschied zwischen hohen Dezember-Gewinnen und steigendem Verkaufsdruck zeigt eine doppelte Strategie der Institutionen:
Für Profi-Fonds kann das Verkaufen zum Jahresende auch mit dem Umstrukturieren des Portfolios, dem Schutz des Kapitals oder der Vorbereitung neuer Investitionen im Jahr 2026 zusammenhängen.
Auch wenn anhaltende Verkäufe von erfolgreichen Fonds die Kurse kurzfristig drücken könnten, zeigt dieses Vorgehen eher Disziplin als eine eindeutig negative Marktmeinung.
Der Beitrag Krypto-Fonds erzielen im Dezember Gewinne – trotz schwachem Gesamtmarkt erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


