Südkoreas FIU verhängte gegen Korbit eine Geldstrafe von 1,9 Millionen US-Dollar, nachdem weit verbreitete AML-Verstöße, KYC-Verletzungen und nicht registrierte Auslandstransaktionen aufgedeckt wurden.
Südkoreas Financial Intelligence Unit sanktionierte Korbit nach einer detaillierten Prüfung ihrer Compliance-Systeme. Die Aufsichtsbehörde erließ die Maßnahme am 31.12.2024. Folglich wurde die viertgrößte Krypto-Börse des Landes für wiederholte Verstöße gegen Geldwäschegesetze bestraft. Die Entscheidung konzentrierte sich auf eine verstärkte Aufsicht im heimischen Krypto-Sektor.
Laut FIU entdeckten die Prüfer Verstöße gegen das Gesetz über spezifische Finanzinformationen. Infolgedessen erhielt Korbit eine institutionelle Verwarnung und eine Geldstrafe von 2,73 Milliarden KRW. Dieser Betrag entspricht etwa 1,9 Millionen US-Dollar. Die Regulierungsbehörden erklärten, dass die Mängel in den Systemen zur Kundenverifizierung und Transaktionsüberwachung fortbestanden.
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Die Vor-Ort-Inspektion fand im Oktober 2024 statt und deckte fast 22.000 Verstöße auf. Die meisten Verstöße betrafen den Handel ohne abgeschlossene KYC-Prüfungen. Daher erhielten nicht verifizierte Benutzer mehrfach Zugang zu Handelsdienstleistungen. Die FIU erklärte, dass solche Praktiken grundlegende AML-Schutzmaßnahmen untergruben.
Darüber hinaus stellten die Regulierungsbehörden Mängel bei Risikobewertungsverfahren fest. Korbit versäumte es, neue Dienstleistungen vor ihrer Implementierung angemessen zu testen. Konkret wurden 655 Verstöße im Zusammenhang mit Non-Fungible-Token-Angeboten festgestellt. Folglich wurden obligatorische Geldwäscherisiko-Prüfungen nicht durchgeführt.
Die FIU warnte auch vor grenzüberschreitenden Compliance-Problemen. Die Prüfer entdeckten 19 Transaktionen zwischen drei nicht registrierten ausländischen Anbietern virtueller Vermögenswerte. Nach südkoreanischem Recht sind solche Überweisungen begrenzt. Daher verstießen solche Handlungen gegen Transaktionskontrollanforderungen.
Dokumentationsmängel verschlimmerten die Befunde noch weiter. Korbit akzeptierte unvollständige oder unklare Identifikationsdokumente für seine Kunden. Darüber hinaus wurden Hochrisikonutzer nicht wie erforderlich erneut verifiziert. Diese Versäumnisse führten zu einer erhöhten Gefährdung durch Risiken illegaler Finanzaktivitäten.
Über finanzielle Sanktionen hinaus verhängte die FIU disziplinarische Sanktionen gegen die Führung. Die Börse erhielt eine institutionelle Verwarnung hinsichtlich der Auswirkungen auf den Betriebsstatus. Währenddessen wurde der Chief Executive Officer schriftlich verwarnt. Der Compliance-Beauftragte erhielt ebenfalls einen offiziellen Verweis.
Die Korbit-Sanktion steht im Einklang mit einem größeren Durchsetzungstrend in Südkorea. Kürzlich verhängte die FIU gegen Upbit eine Geldstrafe von etwa 25 Millionen US-Dollar wegen ähnlicher systemischer Mängel. Daher scheinen die Regulierungsbehörden an einer einheitlichen Durchsetzung zwischen großen Börsen interessiert zu sein. Marktteilnehmer erwarten zunehmend härtere Inspektionen.
Der Zeitpunkt fällt auch mit Unternehmensentwicklungen bei Korbit zusammen. Berichte behaupten, die Börse befinde sich in Übernahmegesprächen mit Mirae Asset. Der potenzielle Deal könnte Korbits Wert auf bis zu 98 Millionen US-Dollar festlegen. Folglich könnte die Einhaltung regulatorischer Vorschriften ein Faktor in den Transaktionsverhandlungen sein.
Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die AML-Durchsetzung nun Einfluss auf die Wettbewerbspositionierung hat. Börsen mit schwächeren Kontrollen sind reputationsbezogenen und operativen Risiken ausgesetzt. Währenddessen können konforme Plattformen institutionelles Vertrauen gewinnen. Diese Dynamik könnte inländische Marktanteile verändern.
Südkorea ist nach wie vor einer der aktivsten Krypto-Märkte in Asien. Die Beteiligung von Privatanlegern bleibt trotz verschärfter Regulierung stark. Daher versuchen die Behörden, Innovation und finanzielle Integrität in Einklang zu bringen. Jüngste Maßnahmen signalisieren keine Toleranz für Compliance-Lücken.
Die FIU erklärte, die Durchsetzung diene dem Schutz der Nutzer und der Finanzsysteme. Die Regulierungsbehörden betonten, dass das Wachstum des Krypto-Marktes von Transparenz und Rechenschaftspflicht abhängt. Mit zunehmender Aufsicht müssen Börsen in Compliance-Infrastruktur investieren.
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