Bitcoin geht in das Jahr 2026 mit einem klaren Risiko auf der Makroebene: Präsident Donald Trumps Tarif-Agenda. Im Jahr 2025 sahen Krypto-Händler, dass Zölle die Kurse genauso schnell bewegten wie ETF-Zuflüsse.
Auf der Startbahn für 2026 gibt es jetzt mehrere potenzielle Zölle. Einige haben schon feste Termine. Andere hängen von Verhandlungen und Gerichtsprozessen ab. In jedem Fall können sie die Stimmung an den Märkten innerhalb von Stunden von risikofreudig auf vorsichtig ändern.
Zoll-Anhebungen im Jahr 2025 führten immer wieder zu großen Ausverkäufen über Krypto.
Als Trump Anfang Februar neue Zölle auf Produkte aus Mexiko, Kanada und China ankündigte, fiel der Bitcoin-Kurs auf ein Dreiwochentief bei fast 91.400 USD. Ethereum verlor etwa 25 Prozent in drei Tagen und viele Top-Token sackten an einem Tag um mehr als 20 Prozent ab, weil Händler Risiken reduzieren wollten.
Im April gab es dann den Schock des „Liberation Day“ und eine neue Eskalation zwischen den USA und China. Der Bitcoin-Kurs fiel kurzfristig unter 82.000 USD bei einer starken Verkaufswelle, zusammen mit Kursverlusten bei Krypto-Aktien.
Als das Weiße Haus aber dann mögliche Pausen andeutete, erholte sich der Krypto-Markt wieder. Im Mai, nach einer befristeten Zollpause zwischen den USA und China, stieg der Bitcoin-Kurs wieder über 100.000 USD und auch ETH legte schnell zu.
In dieser Entspannungsphase verzeichneten auch digitale Vermögenswerte neue Zuflüsse.
Der stärkste Belastungstest kam im Oktober. Nachdem Trump einen neuen einhundertprozentigen Zoll auf Einfuhren aus China wegen Spannungen rund um Seltene Erden ankündigte, fiel der Bitcoin-Kurs kurzfristig um mehr als 16 Prozent.
Die Liquidationen explodierten. Berichten zufolge wurden an einem Tag 19 Mrd. USD durch Zwangsverkäufe auf vielen Börsen vernichtet. Bis Dezember 2025 hat sich der Markt von diesem Schock nicht vollständig erholt.
Dieser Zoll würde einen neuen 100% Strafzoll auf alle Importe aus China bedeuten, außer es kommt zu einer Einigung. Trump kündigte diese Maßnahme im Oktober 2025 an und verschob sie später, sodass sie nun für Ende 2026 erwartet wird.
Falls Trump diesen Zoll reaktiviert, würden die Märkte schwächeres Wachstum und höhere, hartnäckige Inflation erwarten. Beides zusammen könnte Bitcoin belasten, weil sich die Bedingungen an den Finanzmärkten verschärfen. Das führt dazu, dass Trader aus gehebelten Positionen aussteigen und risikoreiche Anlagen wie Krypto im Gleichklang fallen.
Der US-Präsident deutete zuvor an, den allgemeinen Einfuhrzoll über den Basissatz von zehn Prozent hinaus anzuheben. Trump hat außerdem im Wahlkampf einen noch höheren Pauschal-Zoll gefordert. Das sorgt weiterhin für Unsicherheit.
Eine Anhebung des Basissatzes wäre keine einmalige Nachricht, sondern würde die Risikobereitschaft dauerhaft belasten.
Für Bitcoin bedeutet das meistens unruhigere Kursanstiege, kleine Rücksetzer werden schnell gekauft, und die Sensibilität gegenüber Zinserwartungen steigt.
Hierbei handelt es sich um neue Zölle für Länder, die digitale Dienstleistungssteuern oder ähnliche Vorschriften gegen US-Tech-Unternehmen einführen. Trump warnte im Jahr 2025, dass Länder, die solche Steuern beibehalten, mit „deutlichen“ Zöllen rechnen müssen.
Sollten die USA Exporte aus der EU oder dem Vereinigten Königreich mit Zöllen belegen, könnten die globalen Aktienmärkte fallen. Krypto folgt oft zuerst dieser Risikobewegung.
Im Jahr 2025 führten diese Dynamiken dazu, dass Tarifschlagzeilen häufig zu schnellen, von Liquidationen getriebenen Rückgängen wurden.
Dieser Zoll betrifft importierte Marken- oder patentierte Medikamente und enthält Strafen für Firmen, die ihre Produktion nicht in die USA verlagern. Trump kündigte im Jahr 2025 sehr hohe Sätze an und stellte diese Maßnahme als Mittel zur Rückverlagerung der Industrie dar.
Falls die Zölle im Jahr 2026 auf bis zu 200 Prozent steigen, könnten Anleger dies als Inflationsrisiko ansehen. Bitcoin wird in solchen Inflationsphasen zwar oft als „Absicherung“ ins Gespräch gebracht, aber tatsächlich reagieren die Märkte zunächst oft mit Abverkäufen: Risiko-Anlagen werden verkauft, wenn die Liquidität sinkt.
Sekundäre Zölle würden Länder bestrafen, die Öl oder Waren von Gegnern der USA kaufen, auch wenn diese Länder selbst nicht das direkte Ziel sind. Trump hat das Konzept im Jahr 2025 eingeführt und auffällig angewendet.
Sollte Trump dieses Instrument im Jahr 2026 ausweiten, könnten noch mehr Länder in einen Zollstreit geraten. Dadurch steigt die Unsicherheit weltweit.
Für Bitcoin ist die größte Auswirkung die Volatilität. Mehr Unsicherheit führt oft zu stärkeren Schwankungen, mehr Zwangsverkäufen und langsameren Erholungen, außer die Liquidität verbessert sich.
Der Beitrag 5 Trump-Zollentscheidungen, die den Bitcoin-Kurs 2026 verändern könnten erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


