Donald Trumps „No Scalps"-Doktrin ist offiziell tot. Das Weiße Haus diskutiert nun aktiv über die Entfernung mehrerer Kabinettsmitglieder – und das Tempo wird sich dramatisch beschleunigen.
Laut Ashley Parker und Sarah Fitzpatrick von The Atlantic bestätigen Insider der Trump-Regierung, dass „es aktive Diskussionen über andere gibt, die die Regierung verlassen, darunter FBI-Direktor Kash Patel, Armeeminister Daniel Driscoll und Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer." Der Zeitpunkt bleibt ungewiss, aber die Richtung ist klar: weitere Entlassungen stehen bevor.
Die Kehrtwende ist bemerkenswert. Trump hatte Kabinettsumbesetzungen vor den Midterms ausdrücklich verboten, aus Angst vor demokratischen Angriffen und Medienberichten über Chaos. Er betrachtete Entlassungen als Zugeständnisse an seine Feinde. Aber der Iran-Krieg hat diese Kalkulation zunichte gemacht.
Trumps zusammenbrechende politische Unterstützung hat eine brutale Berechnung erzwungen: Wenn er Leute entlassen will, muss er es tun, bevor der Senat im November möglicherweise demokratisch wird. Sobald die Demokraten die Kammer kontrollieren, wird die Bestätigung von Ersatzpersonen nahezu unmöglich.
Ein Trump-Vertrauter enthüllte die zynische Logik: Der Präsident wurde durch positive Reaktionen auf Kristi Noems Entfernung bestärkt und sah diese Dynamik als Rechtfertigung, gegen Generalstaatsanwältin Pam Bondi vorzugehen.
Bondis Entlassung kristallisierte eine düstere Realität über den Dienst für Trump heraus: „Niemand kann in diesem Job erfolgreich sein. Warum sollte irgendjemand diesen Job wollen?" fragte ein Insider des Weißen Hauses. Die Antwort: nur jemand mit „ungezügeltem Ehrgeiz" würde ihn anstreben.
Obwohl die Rolle des Generalstaatsanwalts „zu den undankbarsten in der Trump-Regierung" gehört, mangelt es nicht an Kandidaten, die sich bewerben. Alina Habba, Trumps ehemalige persönliche Anwältin, und Jeanine Pirro, jetzt Trumps US-Staatsanwältin für D.C., konkurrieren aktiv um die Position in Mar-a-Lago. EPA-Administrator Lee Zeldin und der republikanische Senator Mike Lee aus Utah sind laut Berichten ebenfalls im Rennen.
Als er zum Zeitpunkt von Bondis Entfernung befragt wurde, gab ein Beamter des Weißen Hauses eine Nicht-Antwort: Es gab keinen besonderen „Reim oder Grund", nur laufende Gespräche, die zu einer gemeinsamen Entscheidung führten.
„Letztendlich wurde ihm ausgeredet, und ihr wurde ausgeredet", sagte der Beamte.
Übersetzung: Die Entscheidung war unvermeidlich, die Methode war brutal, und es stehen weitere Namen auf der Liste.

